Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist Arbeit an sich selbst mit dem Ziel einer Veränderung:
Das Freiwerden von Symptomen, die Überwindung von Fehlhaltungen und krankmachenden Einstellungen sowie das Eröffnen neuer Verhaltens- und Lebensweisen. Solche Prozesse brauchen mehr Zeit als Beratung.

In der Existenzanalytischen Therapie begleite ich Sie dabei, sich selbst zu verändern.
Dabei wird Ihr biographischer Hintergrund mit seiner Auswirkung auf die aktuelle Situation einbezogen, um Störungen im Erleben und Verarbeiten aufzuarbeiten und dadurch Ihre Person zu stärken.

Es geht dabei um das Wahrnehmen, Fühlen und Spüren im Eindruck und Erleben, das Erarbeiten authentischer Stellungnahmen, das Finden authentischer und situationsbezogener Ausdrucksformen sowie das Üben und Realisieren sinnvollen und eigenverantworteten Verhaltens.

In der gemeinsamen Arbeit beschäftigen uns die Fragen:

Was brauche ich, damit ich zu erfülltem Leben kommen kann?
Was fehlt mir dazu, was hindert mich?

Durch einfühlsames Gespräch aber auch mithilfe von existenzanalytischen Methoden werden Sie schrittweise an ein authentisches, ganzheitliches und entschiedenes Erleben und Handeln herangeführt.

Das Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, dass Sie mit innerer Zustimmung zum eigenen Dasein und Handeln leben können und so zu erfülltem Leben kommen.

Was ist Existenzanalyse?

Existenzanalytische Psychotherapie (EA) ist eine Weiterentwicklung der Logotherapie nach Viktor E. Frankl – vor allem durch dessen Schüler DDr. Alfried Längle in der Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse (GLE) – und seit 1994 als eigenständige Psychotherapiemethode in Österreich anerkannt.

Existenzanalyse ist eine Psychotherapie für die Behandlung seelischer Probleme und Störungen wie Ängste, Depressionen, Süchte, Psychosen und psychosomatische Erkrankungen.
Als phänomenologisch-personale Psychotherapie ist die Arbeit ausgerichtet auf ein geistig und emotional freies Erleben, auf authentische Stellungnahmen und auf einen eigenverantwortlichen Umgang mit dem eigenen Leben und der Welt.

Dabei wird seelische Gesundheit verstanden als die Fähigkeit, Erlebnisse und Eindrücke aus der Innen- und Außenwelt so verarbeiten zu können, dass sie mit dem eigenen Wesen abgestimmt werden und das Ergebnis der aktuellen Situation entspricht.

Wann ist Psychotherapie sinnvoll?

Lesen Sie sich die folgenden Punkte in Ruhe durch.
Wenn eine der Aussagen auf Sie zutrifft, dann kann eine Psychotherapie hilfreich sein bzw. wäre ein Erstgespräch sinnvoll:

· Ich bekomme rasendes Herzklopfen und habe Angst, dass ich sterben muss.
· Ich fühle mich krank und matt, es gibt keinen medizinischen Befund.
· Ich habe Schmerzen und der Arzt sagt, es fehle mir nichts.
· Ich vermeide es, bestimmte Dinge zu tun, die ich gerne tun würde.
· Ich habe Angst vor großen Plätzen, engen Räumen, vor Autoritäten, vor dem Kontakt zu Mitmenschen, vor bestimmten Tieren.
· Ich habe Probleme beim Ein- und Durchschlafen.
· Es plagen mich Gedanken, von denen ich glaube, dass ich mit niemandem darüber reden kann (Hassgefühle, Stressgefühle, Schuldgefühle).
· Ich fühle mich häufig lustlos, erschöpft, ständig überfordert.
· Ich befinde mich in einer belastenden Umbruchsituation (Tod, Scheidung, Trennung, Arbeitslosigkeit, Unfall).
· Ich denke manchmal an Selbstmord.
· Ich lebe in einer schwierigen Beziehung, sie nimmt mir die Luft zum Atmen.
· Ich bin süchtig nach Alkohol, Sex, Essen, Spielen, Internet, Drogen etc.
· Ich kann ohne bestimmte Rituale (ständiges Waschen, Zusperren…) nicht leben, obwohl diese mein Leben einengen.
· Ich komme mit meiner Sexualität nicht zurecht.
· Ich möchte meine Beziehung verbessern und brauche dazu Rückmeldungen über meine Stärken und Schwächen.
· Ich kann mich oft nicht entscheiden, und das quält mich.
· Ich fühle mich mit meiner Berufstätigkeit oft überfordert.
· Ich möchte mehr über mich erfahren, um meine Entwicklungspotentiale besser nützen zu können.

(Auflistung der Vereinigung Österr. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten; Juli 2010)